Bremerhaven, 25.09.2019

Die "Seute Deern" schwimmt wieder - Einsatz für unsere Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen

Das Segelschiff "Seute Deern" hat endlich wieder Wasser unter dem Kiel. Nachdem es im August auf den Hafenboden gesunken war, konnte es am vergangenen Sonntag erfolgreich geborgen werden. Das beauftragte Bergungsunternehmen setzte hierbei auch auf die Unterstützung des Technische Hilfswerks.

Die "Seute Deern" kurz vor der erfolgreichen Bergung am Sonntag (Foto: THW-Bremen-Nord)

Nachdem der Großsegler im Frühjahr durch einen Brand schwer beschädigt wurde, kam es im August diesen Jahres noch schlimmer. Vermutlich versagten Lenzpumpen im Rumpf des hölzernen Schiffes. Das nun ungehindert einströmende Wasser ließ es in der Folge auf den Grund des Hafenbeckens absinken.

Mehrere Wochen lang wurden durch ein Bergungsunternehmen vorbereitende Tätigkeiten unternommen, um den Großsegler möglichst schnell wieder aufschwimmen zu lassen. So wurden die Rahen abmontiert und große Luftsäcke am Rumpf installiert, um das Schiff bei der Bergung möglichst stabil zu halten.

Nachdem am Samstag dem 21.09.2019 ein erster Bergungsversuch abgebrochen werden musste, entschieden sich die verantwortlichen Akteure dazu, bei den weiteren Planungen auch das Technische Hilfswerk in Bremerhaven miteinzubeziehen. Gemeinsam wurde entschieden, am Sonntag zusätzlich auch zwei THW-Fachgruppen Wasserschaden / Pumpen aus der Stadt Bremen einzusetzen, um die Pumpleistung bei einem wiederholten Bergungsversuch noch deutlich zu erhöhen.

Am frühen Sonntag Morgen verlegten schließlich die Fachgruppen WP der THW Ortsverbände Bremen-Ost und Bremen-Nord mit ihrer Ausrüstung an das Hafenbecken des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven. Gemeinsam mit dem THW OV Bremerhaven und dem Bergungsunternehmen wurden die beiden DIA- und Börger-Großpumpen per Kran auf einem Ponton abgesetzt und nah an dem havarierten Schiff positioniert. Weitere Tauchpumpen wurden im Inneren des Schiffes eingesetzt.

Die nun deutlich größere Pumpenkapazität zahlte sich aus und das Schiff konnte im Laufe des Tages sicher aufschwimmen. Gegen 16:30 konnten die beiden Fachgruppen des THWs wieder mit dem Rückbau beginnen. Die Lenzkapatzitäten des Bergungsunternehmens reichte nun alleine aus, um den Segler über Wasser zu halten.

Insgesamt waren rund 30 Helferinnen und Helfer der THW-Ortsverbände Bremerhaven, Bremen-Ost und Bremen-Nord an dem Einsatz beteiligt. Die Fachgruppe "WP" aus Bremen-Nord unterstützte dabei mit insgesamt 6 Helfern. Wie es mit dem Segelschiff "Seute Deern" weitergehen wird ist noch nicht geklärt.

 

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Fotos THW Bremen-Nord


  • Die "Seute Deern" kurz vor der erfolgreichen Bergung am Sonntag (Foto: THW-Bremen-Nord)

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