Bereits im Laufe des Vormittags rief eine verzweifelte Katzenbesitzerin bei uns an. Hierfür müssen wir leider darauf bestehen, dass die offiziellen Wege eingehalten werden. Als Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sind wir nicht direkt durch Bürgerinnen oder Bürger alarmierbar. Bitte wählen sie die 112 - das war auch unser telefonischer Ratschlag. In diesem Fall meldete die Katzenbesitzerin, dass ihr Tier bereits seit etwa sechs Tagen (u. a. Silvester) mutmaßlich unter einem Garagenkomplex ein Versteck gesucht hatte und da es sich um ein weggelaufenes Tier handelte, mitsamt einem Geschirr und Leine. Es bestand der Verdacht, dass das Tier festhängt und aus eigener Kraft nicht mehr raus konnte. Also bestünde eine akute Gefahr für das Leben des Katers.
Nach ausführlichen Sondierungen durch eine externe Firma und Wärmebildaufnahmen der Feuerwehr Bremen, konnte der Standort lokalisiert werden und es wurde sichergestellt, dass es sich um das gesuchte Tier handelt. Unsere Aufgabe bestand nun darin Zugang zum Tier zu schaffen und im Idealfall das Tier der Besitzerin zu übergeben. Unsere Bergung (B) baute einen Lichtmast auf und mit Schaufeln und Spitzhacke wurden mehrere Zugänge im Ortungsbereich geschaffen. Die Arbeiten gestalteten sich schwer, da der Boden stark verdichtet und teilweise gefroren war. Gegen 23:00 Uhr hatten wir guten Zugang, konnten das Tier aber nicht finden. Abermals holten wir die Berufsfeuerwehr mit der Wärmebildkamera zu Hilfe. Gemeinsam konnten wir den Kater dann an einem völlig anderen Standort orten. Hier hatten wir dann auch nochmal Sichtkontakt.
Nachdem klar war, dass die Katze nicht festhängt, sich also frei bewegen kann, mussten wir den Einsatz abbrechen, da alle Versuche das Tier anzulocken gescheitert sind und die Besitzerin nun nur abwarten kann, dass der Kater von sich aus nach Hause kommt. Eine direkte Gefahr durch das Katzengeschirr konnten wir zweifelsfrei ausschließen und damit feststellen, dass keine direkte Lebensgefahr für das Tier besteht. Gegen Mitternacht brachte uns ein Kamerad noch warme Getränke, so dass wir gestärkt wieder Richtung Ortsverband verlegen konnten, um die Einsatzbereitschaft gegen 1:00 Uhr am nächsten Morgen wieder herzustellen.
Am Folgetag erhielten wir die Nachricht, dass der Kater wieder wohlbehalten zuhause angekommen ist. Offensichtlich haben wir durch unsere Aktion doch die Leinenverbindung gelöst. Wir freuen uns umso mehr über den vollständigen Erfolg des Einsatzes.
Wir bedanken uns bei der Berufsfeuerwehr Bremen für die gute Zusammenarbeit.